Hallo liebe Gemeinde in Northeim, 
 
liebe Grüße an Euch alle aus unserer neuen Heimat.
Mein Partner Lutz Grüger und ich sind nach Schleswig-Holstein umgezogen, gerade rechtzeitig vor der Kontaktsperre. Berkenthin liegt direkt am Elbe-Lübeck-Kanal. In der Nähe von Ratzeburg, Lübeck und Hamburg ist auch nicht weit. 
Seid gesegnet und bleibt alle gesund!!
 
Eure Manuela Breuer
 
 

20 03 31 Home schooling

Ingrid Gralle

 

Es ist Montag früh, und ich will zur Arbeit gehen in der Uniklinik Göttingen. Vor der Notaufnahme, wo sonst reihenweise Rettungswagen stehen, ist es ziemlich leer. Ein schwarz gekleideter Mann von  unserem Wachdienst hält mich auf: „Mitarbeiterausweis, bitte!“ -  „Den habe ich wie immer drinnen im Spind“, ist meine Antwort. Und mein Oberarzt aus der Herzchirurgie neben mir ruft: „Den können Se 'reinlassen, den kenn' ich!“ - „Okay, aber ab morgen dabei haben!“ höre ich und darf auch hinein. Das muss ich ja auch. Ich bin Anästhesiepfleger im OP der Uni. Also geht mein Weg vom Parkdeck an der Notaufnahme vorbei. Doch auch in unserer Klinik werden Schritt für Schritt eine ganze Reihe von Einschränkungen praktiziert, und nicht immer gelingt es dem Vorstand, vorher alle zu informieren. Inzwischen hat der Kollege vom Wachdienst Verstärkung bekommen. Wer es an ihm vorbei geschafft hat, trifft auf Pflegepersonal, die vor ihrer Notaufnahme stehen und eine weitere Befragung vornehmen und anschließend die Leute mit einem Mundschutz bestücken. Aber es sind nicht viele. Wir haben nicht nur ein fast vollständiges Besuchsverbot, sondern auch kaum ambulante Patienten. Mein  Freund in der Notaufnahme bekommt tatsächlich nur noch Notfälle. In den letzten Jahren hatten dreiviertel der „Notfälle“: „Zahnschmerzen“, „Rückenschmerzen seit sechs Wochen“, „ich fühl' mich nicht so“ oder „ich finde meinen Hausarzt nicht“. All' das ist jetzt nicht mehr zu hören.

Auch unser OP wird jetzt mit etwa einem Drittel der bisherigen Auslastung gefahren. Viele meiner Kollegen sind ausgeliehen an die Intensivstationen, um sich dort einarbeiten zu lassen, für den erwarteten Ansturm von Patienten, die Beatmung brauchen. Unser Chef, Prof. Meissner, hält jeden Abend eine kurze Video - Ansprache für alle im Team, um uns auf den neuesten Stand zu bringen. Dafür bin ich sehr dankbar. Soviel Bereitschaft, auf Mitarbeiter zuzugehen und uns so gut es geht vorzubereiten, auf das was kommen kann, habe ich bisher nicht erlebt.

Ein anderer positiver Nebeneffekt dieser Corona – Zeit: Die Bereitschaftsdienste, in denen wir für nächtliche Notfälle bereit stehen, sind deutlich ruhiger geworden. Die Nächte werden nicht mehr für planbare Eingriffe missbraucht, wie wir es zuvor lange erlebt hatten. Aber dennoch wünschen wir uns alle natürlich ein rasches Ende der Epidemie und der Beschränkungen.       

Carsten Wilp         

   20 03 31 Schutzkleidung

Zeit zum Kreativ sein- mit diesen Worten beschreibt meine Mutter die positive Seite der aktuellen Situation. Gesagt, getan. Mein Freund Yanik und ich nahmen uns dieses Motto zu Herzen und entschlossen uns, ein DIY (Do-it-yourself oder auf Deutsch "mach es selbst") Projekt zu starten. Gut, dass ich vor einiger Zeit bei uns auf dem Bauernhof einige alte Weinkisten gefunden habe. Nachdem wir diese gründlich poliert und morsche Bretter ausgetauscht haben, sind wir mit unserem Endprodukt zufrieden. Ein Regal, aus recyceltem Holz. Wir freuen uns darüber und vielleicht hat ja der ein oder andere von euch ebenfalls ein solches Projekt im Ausblick um sich die Zeit sinnvoll zu vertreiben. Ich kann euch nur dazu motivieren.

Viele liebe Grüße,

20200330 Friederikes Weinregal

Friederike Meyer

 

Wir haben heute nach zwei Wochen unser Home schooling vorerst abgeschlossen und die regulären Osterferien begonnen. Bei uns am Corvinianum lief der online Unterricht problemlos über unsere Lernplattform ab. Eine große Umstellung und neue Erfahrung, die wir gemeinsam super bewältigen konnten.


Lg. 

20200328 Home Schooling

Marie Wilp

 

 

Hallo Ihr Lieben,

auch ich möchte mich einmal melden und finde es sehr schön, dass diese Seite zum Austausch angelegt wurde. Vielen Dank.

Ja, diese Zeit ist schon sehr schwierig und wenn ich so zurückdenke, durfte ich doch sehr lange ganz uneingeschränkt leben, es sei denn, ich habe diverse Einschränkungen mir selbst auferlegt. Und nun diese Coronakrise, die den gewohnten Ablauf und überall das Leben durcheinander bringt. Daher finde ich den Vergleich von Gernot ganz passend „von 180 auf null.“

Ich empfinde es als sehr schwierig die Nachrichten objektiv zu bewerten. Daher mache ich das, was für mich sehr hilfreich ist. Ich sehe mir nicht die heuteNachrichten an, sondern ich habe um 19.00 Uhr mein heuteGebet. Vielleicht möchte jemand um diese Uhrzeit mit einsteigen und zu Haus dafür beten, dass diese Krise bald ein Ende hat, das alle Menschen besonnen und weise handeln und Danke sagen, dass Gott in dieser schwierigen Zeit uns nicht allein lässt.

Herzliche Grüße von Angelika

Johannes, ganz lieben Dank für Deine täglichen Impulse.

Angelika Köhler

 

Guten Tag, liebe Geschwister, 

mein erstes Modell ist fertig. Das Nähen war gar nicht so schwer, doch das Tragen ist sehr gewöhnungsbedürftig. Aber ich denke zum Einkaufen gehen ist es eine gute Alternative zu dem Mundschutz, den man kaufen kann - den es ja zur Zeit nicht gibt. 

Heute werde ich noch ein anderes Modell probieren.

Lieben Gruß  Uschi

20200328 Mundschutz

Uschi Kassühlke

 

 

Balkonkonzerte wie in Italien

haben wir bei uns nicht. In Northeim gehen wir jeden Abend um 19.00 Uhr an die Straße und singen. Wir stellen Laternen auf das Pflaster und legen Noten dazu: „Der Mond ist aufgegangen“. Ein paar Nachbarn stehen in weiter Entfernung am Straßenrand und machen mit. Seit über einer Woche singen wir jeden Abend. Gestern haben wir noch ein Abendgebet angeschlossen: „Herr, bleibe bei uns, denn der Tag hat sich geneiget!“

20200326 Der Mond ist aufgegangen

Ingrid Gralle

 

 

Hallo Zusammen, 

nach nur 4 Tagen Kontaktsperre habe ich schon den Eindruck, eingesperrt zu sein. Dabei darf ich ja einkaufen und habe einen großen Garten. Gestern sind wir dann erst mal eine große Runde spazieren gegangen. Das hat gut getan, den Blick weit schweifen zu lassen und nicht nur die eigenen 4 Wände zu sehen. 

Die Gemeinschaft mit Euch allen fehlt mir….ich freue mich schon sehr auf die Zeit, Euch alle in der Gemeinde wieder zu sehen.

Nachdem Prof.Kekule gestern gesagt hat, es wäre sehr gut, wenn alle einen Mundschutz tragen würden, werde ich mich heute an meine Nähmaschine setzen und versuchen, welche zu nähen. Anleitungen gibt es ja im Internet. Wenn sie gut werden, werde ich ein Bild dazu posten.

Lieber Johannes, ich freue mich jeden Tag über Deinen Tagesimpuls, DANKE.

Uschi Kassühlke

 

Was mich heute berührt hat

In der Tageszeitung war heute ein Bild von zwei israelischen Rettungssanitätern vor ihrem Einsatzwagen. Der eine ist Muslim und kniet auf einem Gebetsteppich, der andere ist Jude und trägt eine Kippa und einen schwarzweißen Gebetsschal. Ein Symbol der Versöhnung in Zeiten der Krise…

Ingrid Gralle

 

Alltagsimpuls:

Nach dem Aufstehen werden wir von einem röchelnden Geräusch auf dem Flur empfangen. Wir sind beruhigt: Die Trockenmaschine im Keller arbeitet. Vor unserer Reise nach Kanada hatten wir (wieder mal) einen Wasserschaden, der jetzt getrocknet wird. Auch das geht noch. Sonst betreiben wir home office. Ich schreibe gerade eine Kurzgeschichte. Arbeitstitel: Wasserschaden.

Albrecht Gralle

 

 

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