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Christuskirche - Wolfshof 3 - 37154 Northeim - 05551 915285

Sieglind Johannes

 Unser zukünftiger Pastor Johannes Hilliges und seine Frau Sieglind.

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Einige Predigten dürfen wir veröffentlichen.

09.06.2019 - Wolfgang Bauer
Thema: Pfingsten, Apostelgeschichte 2, 41-47

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Bundesrat in Kassel

 
David Vogt BEFG(c)David Vogt

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Albrecht Gralle

Predigt Northeim 6.1.2019 Ps. 34,15

 

Die Jahreslosung für 2019 über die ich heute predige, ist kurz und klingt irgendwie nichtssagend: „Suche Frieden und jage ihm nach.“

 

Hört sich ja  im Grunde richtig an und man nickt mit dem Kopf und denkt: Ja, das stimmt. Aber was solls? Es gibt doch wesentlich markantere Stellen in der Bibel.

 

Schauen wir uns mal diesen Psalm näher an. Er ist in der Bibel mit einer kleinen merkwürdigen Überschrift versehen. Da steht in Vers 1: Ein Psalm Davids, als er seinen Verstand vor Abimelech verstellte, dieser ihn wegtrieb und er fortging.

 

Was war passiert?  David war noch nicht König und befand sich auf der Flucht, er war ein ziemlich gewalttätiger Mann, keiner der den Frieden liebte. Um seine Frau zu bekommen, eine Tochter Sauls, tötete er nebenbei mal zweihundert Philister. Und nun befand er sich plötzlich im Land seiner Todfeinde, den Philistern. Man hatte David gefangen und brachte ihn vor Achisch, den König der Philister, der sich auch manchmal Abimelech nannte, eine Art Königstitel.

David musste mit seinem Tod rechnen. Man bringt nicht zweihundert Krieger um und hofft auf Gnade. In seiner Not betet er zu Gott und bekommt eine geniale Idee. David tut so, als sei er wahnsinnig geworden, rollt mit den Augen kritzelt irgendwelche Zeichen in eine Holzwand, tobt herum und lässt seine Spucke in den Bart fließen (1.Samuel 21,11-16).

Darauf der König: Das ist nicht David, das ist irgendein Verrückter. Was soll das? Ich bin schon von zu vielen Verrückten umgeben. Schafft ihn weg.

David entkommt und schreibt nun dieses Danklied:

Ich will den Herrn immer preisen, beständig soll sein Lob in meinem Mund sein. Aus allen meinen Ängsten rettete er mich…

Und ein paar Verse später ruft er seinen Soldaten zu: weiche vom Bösen und tue Gutes, suche Frieden und jage ihm nach.

Ein merkwürdiger Satz für Soldaten

 

Wie kommt so ein gewalttätiger Mensch wie David plötzlich dazu, so einen Satz zu sagen? Er hat sich später nicht immer daran gehalten, aber er hat in dieser brenzligen Situation erkannt, worauf es ankam:

Friede. Schalom. Setz alles daran, Schalom zu haben, auch wenn es nicht immer geht.

Schalom ist eines dieser reichhaltigen biblischen Worte. Damit ist nicht nur eine Kriegspause gemeint, sondern die Grundbedeutung von Schalom ist:

Genug haben, sorglos werden, zur Ruhe kommen, zum Frieden finden.

 

Das wäre doch mal ein gutes Ziel für 2019:

Sorgenfrei werden, zur Ruhe kommen, Genug haben.

Zum Frieden finden. Setze alles daran, 2019 dem Frieden nachzujagen. 

Es ist doch komisch. Wir haben in Deutschland seit über 70 Jahren politischen Frieden, aber sind wir deswegen sorgenfrei, haben wir genug? Sind wir zur wirklichen Ruhe gekommen?

Ich glaube eher nicht.

Und nun die wichtige Frage: Wie findet man Frieden? Wie jagt man ihm nach? Ich rede heute nicht über den politischen Frieden, das wäre ein eigenes Thema.

 

Ich möchte heute zwei Wege vorstellen, wie wir zu einem tiefen inneren Frieden finden:

Einmal durch radikale Annahme  und zum anderen durch gegenwärtiges Leben.

1 Friede erscheint, wenn wir uns bewusst werden, dass wir Gott gefallen und von ihm angenommen sind.

2 Jage dem Frieden nach indem du versuchst, in der Gegenwart zu leben. 

 

1 Friede erscheint, wenn wir uns bewusst werden, dass wir Gott gefallen und von ihm angenommen sind.

Dieser erste Punkt ist noch ein Nachklang von Weihnachten. Ein Nachklingen der Weihnachtsglocken.

Als die Engel den Hirten in Bethlehem erscheinen singen sie: Friede auf Erden und den Menschen ein Wohlgefallen Gottes.

 

Es gibt für diesen Satz verschiedenen Übersetzungen. Der Bibeltext hat dafür zwei Handschriften. Manchmal wird der Engelsatz übersetzt mit: Frieden den Menschen des göttlichen Wohlgefallens oder Friede den Menschen, die Gott wohlgefällig sind. Martin Luther hat intuitiv wahrscheinlich die ursprüngliche Version gewählt: Friede auf Erden und den Menschen ein Wohlgefallen Gottes. Und damit sind alle Menschen gemeint und das bedeutet: Auf jeden Fall alle hier im Raum.

Gottes Wohlgefallen gilt allen Menschen.

Wenn das stimmt, das wäre ja eine unglaubliche Botschaft.

 

Mit anderen Worten: 

Du und du und ich wir gefallen Gott. Gott hat ein Wohlgefallen an uns gefunden. Nicht weil wir in einem freikirchlichen Gottesdienst sitzen und so schöne Lieder singen, sondern, weil wir Menschen sind.

 

Das war zunächst mal ein Highlight für die Hirten. Das galt ja ziemlich rauen Burschen, die nicht immer ethisch und moralisch einwandfrei waren. Man prügelte sich gerne oder schlachtete heimlich ein Schaf für die nächste Party. Das Schaf, das seit gestern fehlt? Tut uns leid, das hat ein Wolf geholt.

 

Und zu diesen Kerlen sangen die Engel: He, ihr rauen Gesellen ihr gefallt Gott. Gott mag euch. Die Hirten mögen das nur staunend zur Kenntnis genommen haben.

 

Die Engel, die es ja wissen müssen, singen also: Die ganze Menschheit gefällt Gott, trotz Sünde, trotz Kriege, trotz Hass und Neid und schlechten Fernsehprogrammen.

Irgendetwas gefällt Gott an uns. Man kann es kaum glauben.

 

1 Friede erscheint, wenn wir uns bewusst werden, dass wir Gott gefallen und von ihm angenommen sind.

 

Es ist so ähnlich, wie wenn es ein Mädchen gibt, nennen wir sie Gloria. Gloria ist achtzehn, macht gerade Abitur, sieht durchschnittlich aus, eher eine graue Maus, ein bisschen schüchtern, ein bisschen verpeilt und stottert gelegentlich und zieht sich unvorteilhaft an.

Und jetzt ist da ein junger Mann, nennen wir ihn Ansgar.

Ansgar ist der beliebteste Junge in der Schule. Er sieht gut aus, ist sportlich, hat sogar etwas Grips, ist scharmant. 

Die Mädchen träumen von ihm.

Und eines Tages merkt Ansgar, dass er sich in Gloria verliebt hat. Ausgerechnet in dieses unscheinbare Mädchen. Es ist ihm selber ein Rätsel, aber es ist nun mal so. Und er gesteht es zögernd in einer stillen Stunde Gloria.

Gloria kann es nicht fassen. Was? Wieso?

 

Ansgar sagt: Du gefällst mir einfach.

Das ist die Botschaft der Engel, die, wenn wir sie anwenden zu einem tiefen Frieden führt: Leute, Ihr gefallt Gott. Nehmt das mal ernst. Gott hat ein Wohlgefallen an euch, er hat einen Narren an euch gefressen. Er ist quasi verliebt in die Menschheit.

 

1 Friede erscheint, wenn wir uns bewusst werden, dass wir Gott gefallen und von ihm angenommen sind.

 

Na gut, könnte man denken, das kann ja jeder sagen. Wie kann man das denn wissen, dass wir Gott gefallen? Was sind schon Worte?

Nun: Erstens behaupten das Engel und das sollte man ernst nehmen.

Zweitens: Gott ist so verliebt in die Menschen, dass er beschlossen hat, sich zu verkleinern, in die Gebärmutter einer jungen Frau zu schlüpfen, als Kind auf die Welt zu kommen. 

Er will das ganze menschliche Drama selbst von innen her erleben.

Er ist so begeistert vom Menschsein, dass er fühlen will wie ein Mensch, schwitzen will wie ein Mensch, Hunger und Durst haben will wie ein Mensch  und Angst und Freude erleben will wie ein Mensch.

Hundert Jahre nach Christus konnten es viele Christen nicht mehr glauben und sie sagten: Naja, Jesus war kein echter Mensch. Gott kann natürlich nicht leiden, sonst wäre er nicht mehr Gott. Jesus hat nur so getan, er war ein Halbgott. 

 

Er spürte keine Schmerzen, er war nicht müde, er hat nur so getan. Er hat nur scheinbar geschlafen, er hat nur scheinbar gegessen und nur scheinbar geschnarcht.

Nein, sagten die Bischöfe: Jesus war wirklich Mensch, Gott wurde zu einem wirklichen Menschen, er hat wirklich gelitten, er hat wirklich gegessen und musste schlafen, wenn er erschöpft war und er ist wirklich für uns gestorben und ist wirklich auferstanden.

 

Gott hat so einen Gefallen an uns gefunden, dass er unbedingt ein echter Mensch werden wollte. Wahrer Gott und wahrer Mensch hat die Kirche es später ausgedrückt.

 

Das allein wäre ja schon genug, um zu beweisen, dass wir Gott gefallen. Aber er hat sich vorgenommen, die gesamte negative Energie, die sich zwischen ihm und der Menschheit aufgebaut hat: Eine Energie aus Sünde, Schmerz, Leid, Verletzungen, Hass, Verlogenheit. All das wollte er auf sich lenken und durch Tod und Auferstehung vernichten, damit endlich wieder ein neuer Zugang zu Gott geöffnet wird. 

So etwas macht man nicht, wenn einem der andere gleichgültig ist.

 

1 Friede erscheint, wenn wir uns bewusst werden, dass wir Gott gefallen und von ihm angenommen sind.

 

Nein, sagt die graue Maus Gloria zu Ansgar: Du machst dich über mich lustig. Ich kann nicht glauben, dass du dich in mich verliebt hast. Schau dich doch um, da sind Mädchen mit einer Traumfigur, die von dir träumen.

Doch. sagt Ansgar, ich liebe dich. Was soll ich tun, dass du mir glaubst.

Und Gloria sagt halb scherzhaft: Dann schneide dir ein Ohr ab.

Und Ansgar holt sein Taschenmesser und schneidet sich das Ohr ab. Eine ziemlich Sauerei auf dem Schulhof (Die Passionsgeschichte in einem Satz).

 

Nein, nein, die Engel haben recht: Du gefällst Gott so wie du jetzt in diesem Augenblick bist. Genauso wie ihm die Hirten gefallen haben, die gestern noch ein Schaf illegal geschlachtet hatten.

Du bist wie Gloria, die es nicht fassen kann, dass Ansgar sie liebt. Es ist nicht zu begreifen.

Wir gefallen Gott. So wie wir sind mit allen unseren Abbrüchen, Verletzungen, mit unserer Unversöhnlichkeit, unserem beschränkten Horizont, mit unserer Arroganz und dem anderen Wahnsinn. Mit unserer Besserwisserei….

 

Klar, Gott ist nicht mit allem einverstanden, was wir tun. Manchmal regt er sich darüber auf, und er arbeitet durch den heiligen Geist in uns, dass sich manches bessert. Ohne Frage, aber davon ist seine Leidenschaft für uns nicht aufgehoben

 

Das ist das, was Martin Luther entdeckt hatte, als er wie ein Bekloppter versuchte, Gott zu gefallen als Mönch, indem er sich selbst bestrafte und alle Regeln einhalten wollte, bis er zusammenbrach und merkte: Ich brauch das gar nicht. Gott spricht mich gerecht. Er ist in mich verknallt.

Meine Unvollkommenheiten machen mich in seinen Augen sogar noch liebenswerter als ich ohnehin schon bin.

Und deswegen entschied sich Luther für die Version 1 der Handschriften und übersetzte: Den Menschen, allen Menschen gilt Gottes Wohlgefallen, so wie sie sind. Deshalb wurde Gott Mensch, deshalb wollte er von Grund auf alles erleben, was Menschen erleben und deshalb ließ er sich kreuzigen um den ganzen menschlichen Unrat auf sich zu nehmen, an sich zu ziehen und zu vernichten. 

Die Frage ist nur: Kannst du das wirklich glauben?

Glaubst - du - dass - du -  Gott -- gefällst? Jetzt in diesem Augenblick? 

Das ist entscheidend, denn 1 Friede erscheint, wenn wir uns bewusst werden, dass wir Gott gefallen und von ihm angenommen sind.

Denkst du vielleicht: Nein, dass ich Gott gefalle, das kann nicht sein, da ist doch Adelheid, die viel netter ist als ich oder Boris, der sich so  leidenschaftlich für Gott einsetzt…

In einem alten Lied heißt es:
Ein Wohlgefalln Gott an uns hat, nun ist groß Fried ohn Unterlass. All Fehd hat nun ein Ende.

Wer sich das zusagen lässt, dass er oder sie Gott gefällt, der erlebt einen Frieden, der sich gewaschen hat und der nach außen strahlt

1 Friede erscheint, wenn wir uns bewusst werden, dass wir Gott gefallen und von ihm angenommen sind.

Ich möchte mit euch jetzt ein Friedensexperiment machen. Ich möchte euch das zusagen, was die Engel gesungen haben.

Und ich bitte euch für eine kurze Zeit die Augen zu schließen, dann kann man sich vielleicht besser konzentrieren:

 

Du gefällst Gott. Gott hat ein Auge auf dich geworfen.

Aus unerklärlichen Gründen ist Gott von dir begeistert.

Nicht erst, wenn du brav bist und alles richtig machst. Nein jetzt schon. Mit all deinen dunklen Seiten, deinen Unzulänglichkeiten, deinem Misserfolg und deiner Angeberei. Er ist nicht mit allem einverstanden, aber er geht mit dir einen Weg und mag dich. Sein Gefallen ist davon nicht abhängig. Gott hat ein Wohlgefallen an dir gefunden. Du bist seine Schöpfung.

Er mag die Art, wie du lachst oder weinst. Er amüsiert sich, wenn du wütend bist und er leidet mit dir, wenn du am Ende bist und nicht mehr weiterweißt.

Ganz gleich, was passiert, du gefällst Gott. Davon lässt er sich niemals mehr abbringen

Du schaffst es nie, dass Gott dich ablehnt. Niemals.

Er geht deine Wege mit, auch die falschen, weil du ihm wahnsinnig gefällst. Vergiss es nie: Du gefällst Gott.

 

1 Friede erscheint, wenn wir uns bewusst werden, dass wir Gott gefallen und von ihm angenommen sind.

Mach es dir zur Gewohnheit, einmal am Tag diesen Satz ganz bewusst zu sagen: So, wie ich bin, gefalle ich Gott.

 

2 Jage dem Frieden nach, indem du versuchst, in der Gegenwart zu leben. 

 

Es ist doch seltsam: Obwohl wir Gott kennen, obwohl wir wissen, dass er uns liebt, spüren wir dennoch diese innere Unruhe, wir werden von Sorgen zerfressen, wir finden oft keine Ruhe.

Aber Schalom heißt: genug haben, zur Ruhe kommen, zum Frieden finden, sorgenfrei leben.

Woran liegt das, das wir das so oft nicht schaffen?

 

Das liegt z.T. daran, dass wir uns mit den Gedanken in der Zukunft aufhalten und den Gedanken zu viel Raum geben. Wir denken dann:  wenn das und das Ereignis nicht wäre, würde es mir besser gehen. Oder nächste Woche muss ich wieder in den Betrieb, der mir nicht gefällt. 

Oder wir sind in Gedanken in der Vergangenheit: z.B. was ich neulich erlebt habe, macht mich fertig. Ich komm davon nicht los. Manche denken sogar: Was ich vor Jahren erlebt habe, treibt mich immer noch um und belastet mich.

 

Aber Jesus, der darum wusste, sagte an mehreren Stellen. Hört auf, euch in der Zukunft oder in der Vergangenheit zu bewegen. Das schafft nur Sorgen. Das eigentlich Leben geschieht jetzt. Seht die Vögel an, die Blumen. Sie sind Beispiele, wie man in der Gegenwart lebt. Frage einen Vogel, ob er sich sorgt für den kommenden Tag? Er würde dich verständnislos anschauen.

 

Natürlich wusste Jesus, dass wir planen müssen. Er selbst musste als Bauhandwerker, Holz einkaufen für seine Kunden und überlegen, wieviel er brauchte, um keine Schulden zu haben. Auch er hatte Kunden, die ihre Rechnungen nicht bezahlten. Er wusste, dass man auch mit vergangenen Ereignissen richtig umgehen muss.

Aber Frieden findet man nur, wenn die Vergangenheit und die Zukunft uns nicht bedrängt.

 

2 Jage dem Frieden nach, indem du versuchst, in der Gegenwart zu leben.

 

Wie macht man das? Jeder weiß doch, dass eine Flut von Gedanken durch unser Gehirn rast ohne Pause.

Wie kann man diesen Gedankenstrom abschalten?

Das ist schwer, aber um den Druck der Sorgen zu entlasten, kann man zu den bedrückenden Gedanken sagen: Halt! Das sind nur Gedanken weiter nichts. Sie haben kein Leben. Sie haben keine Wirklichkeit.

 

Wer das schafft, die Sorgen als bloße Gedanken zu entlarven, der nimmt ihnen ihre Macht. Das ist ein Anfang, um gegenwärtig zu leben.

Oder: Ich bin gerade dabei, ins Autos zu steigen und denke: Hoffentlich platzt kein Reifen oder hoffentlich komme ich nicht ins Rutschen…

Halt! Das sind nur ein paar Gedanken. Mehr nicht. Sie haben kein Recht, mir Angst zu machen. Ich lebe jetzt. Wenn ich Winterreifen habe, dann habe ich getan, was ich konnte, der Rest liegt nicht in meiner Hand.

 

2 Jage dem Frieden nach, indem du versuchst, in der Gegenwart zu leben

 

Oder: ich sitze zu Hause und denke: ich kann nicht vergessen, was X oder Y zu mir gesagt hat. Das macht mich noch wahnsinnig. Diese Verletzung werde ich nie los.

 

Halt! Das sind nur Gedanken und Gefühle aus der Vergangenheit. Das Leben geschieht aber jetzt. Ich vergebe jetzt diesem unmöglichen Menschen und lasse die Vergangenheit los. 

 

Wer Frieden finden will, wer gegenwärtig leben will, muss anderen vergeben, die ihn verletzt haben. Das ist der schmale Weg, der zum Leben führt. Wir können noch so christlich sein, aber wenn wir uns an vergangenen Verletzungen festhalten, nützt der ganze Glaube nichts.

 

2 Jage dem Frieden nach, indem du versuchst, in der Gegenwart zu leben

 

Oder: Ja, Damals habe ich mich völlig falsch verhalten. Hätte ich mich doch damals anders entschieden. Alles ist seitdem schief gelaufen. Das ist so ein endloses Gedankenkarussell. 

Aber es sind ja nur Gedanken, die kein Recht haben über mich zu herrschen.

 

Ich bitte Gott jetzt um Vergebung für diese Geschichte damals. Und wenn Gott vergibt, kann ich mir auch vergeben. Ich lasse diese spezielle quälende Vergangenheit hinter mir und lebe jetzt.

Fast alle Worte, die Jesus gesagt hat, helfen mir, in der Gegenwart zu leben und Frieden zu finden. Aber ich muss sie anwenden, wie Medizin. Immer wieder.

 

2 Jage dem Frieden nach, indem du versuchst, in der Gegenwart zu leben.

 

Oder: Wenn ich daran denke, was nächste Woche auf mich zukommt, bekomme ich Schweißausbrüche.

Halt! Das sind nur bloße Gedanken. Sie haben nur Macht über mich, wenn ich sie zulasse und ihnen Raum gebe.

M.Luther sagte einmal: Wir können nicht verhindern, dass Vögel über unseren Kopf fliegen, aber wir können verhindern, dass sie ein Nest auf unserem Kopf bauen.

 

Ich lasse mich doch nicht von bloßen Gedanken tyrannisieren, schließlich gefalle ich Gott und ihn habe ich auf meiner Seite. 

 

Wer das schafft, die sorgenvollen Gedanken als bloße Gedanken zu entlarven und in der Gegenwart zu leben, der hat einen entscheidenden Schritt zum Frieden getan. Aber man muss auf der Hut sein wie ein Jäger, denn Vergangenheit und Zukunft verstellen uns den Blick für die Gegenwart.

Zwei Wege haben wir betrachtet, um den Frieden zu suchen und ihn zu finden und ihm immer wieder nachzujagen:

 

1 Friede erscheint, wenn wir uns bewusst werden, dass wir Gott gefallen und von ihm angenommen

sind.

Niemand hat gesagt, dass es einfach ist, die Liebe Gottes anzunehmen. Der Friede fällt uns nicht in den Schoß, nur weil wir mal Christen wurden. Man muss ihn ständig suchen und erjagen.

Sage einmal pro Tag ganz bewusst diesen Satz: So wie ich bin, gefalle ich Gott, weil er mich liebt.

 

2 Jage dem Frieden nach, indem du versuchst, in der Gegenwart zu leben.

Lass dich doch nicht von bloßen Gedanken tyrannisieren. Halte inne, wenn sie dich bedrücken und weich kochen wollen und sage: Das ist nicht das Leben, das sind nur bloße Gedanken. Ich lasse mir doch nicht von windigen Gedanken mein Leben versauen. Das Leben  geschieht jetzt oder gar nicht. Jetzt vergebe ich denen, die mich verletzt haben. Jetzt gebe ich die Zukunft bei Gott ab.

Jetzt jage ich dem Frieden nach und komme zur Ruhe.

 

David hat übrigens später einen erstaunlichen Psalm geschrieben und da wird deutlich, dass er tatsächlich dem Frieden nachgejagt ist.

 

Ps.131. Dort sagt er: Ich gehe nicht mit Dingen um, die mir zu hoch sind. Nein ich habe Ruhe gefunden und bin still geworden. Ich bin wie ein Kind, das gestillt worden ist.

 

Lasst uns 2019 diesem Frieden nachjagen und ihn suchen. 

Und die Sorgen, diese leeren Gedanken, die sich immer im Kreis bewegen und Unruhe verbreiten, lasst sie uns im Meer der Liebe Gottes versenken. Amen

 

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